"Das Treffenste über mich? Versuche in Bewegung zu bleiben, um keinen Treffer zu kassieren!"

 

Ich schrieb meine erste Geschichte bevor ich anfing zu laufen oder zu sprechen. Nun kann man davon ausgehen, dass ich erst sehr spät angefangen habe zu laufen und zu sprechen oder einfach nur keiner meine kompliziert ausgetüftelten Hieroglyphen lesen konnte und so ein entscheidendes Kapitel der Menschheitsgeschichte in das schwarze Loch eines gierigen Müllschluckers wanderte.

Man könnte behaupten, dass ich ein frühreifes Menschenkind war, das anstelle an einem Schnuller an der Jahresausgabe von Readers Digest rumlutschte. Ein frühreifes Menschenkind, das schnell merkte, was für eine Macht vom geschriebenen Wort ausging. Es bannt Momentaufnahmen von draußen und drinnen, von Sonnenaufgängen und -untergängen sowie von Geistesblitzen und Geistesunfällen auf ein jungfräuliches Stück Blatt, das manchmal danach vor Scham rosarot anlief. Scham vor der eigenen Unkenntnis der Welt, der Möglichkeiten, die vor einem lagen, aber ich will nicht zu weit ausholen, ...oder gar Gefahr laufen, den werten Leser mit Details zu langweilen.

Als ob es von Interesse wäre, dass ich nach einer abgebrochenen Ausbildung zum Leuchtturmwärter ein Asyl für hungernde Tauben eröffnete, um nach einer Anzeige wegen Tierquälerei in die Genforschung einzusteigen. Wen würde es interessieren, dass das Forschungsfeld neben einer ausgesuchten Gruppe von Genotypen auch alle anderen mit einbezieht. Jeden einzelnen in der Weite des Universums. Wie das möglich ist? Genmanipulierte Lebensmittel are everywhere – nur die Langzeitstudien dazu fehlen noch.

Bleistiftableckende abwesend schauende Notizschreiber an der Straßenecke könnten aus meiner Staffel sein. Die Staffel der Menschenbeobachter. Mit Nachtsichtgeräten und Infrarotkameras kann uns auch keine Absonderlichkeit entgehen. Wenn dann ab und an noch eine Geschichte abfällt, die es wert wäre, die Aufmerksamkeit länger als einige Minuten zu fesseln, dann soll es so sein.

Sein – ein starkes Wort für einen Abgang – was ich am wichtigsten finde im Leben? Kinder, ein unterschätzter wertvoller Rohstoff und starke Abgänge.

So sei es.

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